25.02.2026 GrüneGründungen.NRW

Grüne Gründungen.NRW: Die Ergebnisse der fünfte Einreichungsrunde stehen fest

In der fünften Einreichungsrunde der Fördermaßnahme „Grüne Gründungen.NRW“ (07.07.–30.09.2025) wurden insgesamt 94 Skizzen von 114 Förderinteressierten eingereicht. Nach eingehender Bewertung durch einen unabhängigen Begutachtungsausschuss wurden 20 Beiträge zur Antragstellung aufgefordert.

Mehrteilige, grüne Collage mit einem Windrad, einem Wasserkraftwerk und Solar-Panelen sowie dem Schriftzug Startup im Zentrum
©DedMityay, Thongsu, Patrick Daxenbichler, jotily – stock.adobe.com


Der Aufruf „Grüne Gründungen.NRW“ trägt dazu bei, die ökonomischen und ökologischen Potenziale von Grünen Gründungen in Nordrhein-Westfalen (NRW) zu heben und die Attraktivität des Standorts für Gründungen in diesem Bereich weiter zu stärken. Bitte beachten Sie, dass die Aufforderung zur Antragstellung keine Förderzusage ist.

Mit dem Förderaufruf wird die Entwicklung und Erprobung von Prototypen gefördert. Antragsberechtigt sind Unternehmensneugründungen aus der Umweltwirtschaft (Kleine und Kleinstunternehmen (KKU)). Mitantragsberechtigt sind nicht-wirtschaftlich tätige Institutionen wie Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Vereine, Kammern und Stiftungen, die die Start-ups dabei unterstützen, ihren Prototypen zu entwickeln, Kapital und/oder Geschäftspartnerinnen und -partner zu akquirieren und sich am Markt zu etablieren.

Weitere Informationen zur Fördermaßnahme „Grüne Gründungen.NRW“, den Informations- und Service-Angeboten sowie zur nächsten Einreichungsrunde finden Sie hier:

Grüne Gründungen.NRW

Die nachfolgenden Vorhaben haben ein positives Votum des Begutachtungsausschusses erhalten. Ein positives Votum des Begutachtungsausschusses entspricht einer Förderempfehlung, ist aber noch keine Förderzusage.

Ein laserbasiertes Strukturierungsverfahren ersetzt wasser- und chemikalienintensive Ätzprozesse in der Mikroelektronik und Mikrofluidik. Das spart Energie, vermeidet Schadstoffe und senkt Kosten.

• RayVen Laser GmbH (Bochum)

Neue Kennzahlen machen Investitionen in Klimaanpassung vergleichbar, indem Nutzen, Kosten und vermiedene Schäden bewertet werden. NRW dient als Pilotregion. Die Indikatoren werden in den Klimaatlas NRW integriert und gemeinsam mit Kommunen erprobt.

• Resilens UG (Wuppertal)

Regionale Energiemärkte werden durch ein KI-gestütztes Analysesystem in Echtzeit bewertet. Automatisierte Experten-Workflows analysieren Daten zu Strom, Gas, Emissionen und Wasserstoff und beschleunigen Investitionsentscheidungen für die Energiewende.

• Volatile GmbH (Köln)

Entwickelt wird ein neuartiges Batteriesystem mit lasttragendem Kühlsystem. Es ermöglicht schnelleres Laden, höhere Sicherheit und geringere Kosten. Ergänzend entsteht eine modellbasierte Entwicklungsumgebung für den automatisierten und passgenauen Systementwurf.

• leitspalt GmbH (Aachen)

Eine neuartige Technologie erlaubt das umweltschonende Recycling gemischter Alttextilien wie Polyester-Baumwolle. Baumwolle bleibt als reine Zellulose erhalten, während Polyester wasserbasiert elektrochemisch in neue Faserbausteine zerlegt wird. Das Verfahren ist lösungsmittelfrei, energieeffizient und CO₂-arm.

• re.solution GmbH (Aachen)

Durch ein aeroponisches Anbausystem für medizinisches Cannabis wird ein erdloser Anbau in geschlossenen Kreisläufen ermöglicht. Die rotierende Bauweise spart Wasser, Nährstoffe und Energie, senkt Kosten und verbessert die Produktqualität.

• Diamabis GmbH i. G. (Bochum)

Ziel der Vorhabens ist es, einen Forschungsdemonstrator für moderne Umweltanalytik in eine Kleinserie zu überführen. Ressourcenschonende Fertigung, modulare Bauweise und intelligente Qualitätssicherung ermöglichen langlebige Sensorsysteme für die Wasseranalyse.

• EASY Photonics GmbH i. G. (Bad Lippspringe)

Anhand einer offenen digitalen Plattform unterstützt das Projekt Kommunen bei der Integration neuer Mobilitätsangebote in nachhaltige Smart-City-Strategien. Sie schafft Transparenz, klare Regeln und vereinfacht die Zusammenarbeit mit Mobilitätsanbietern.

• mobilityHQ GmbH (Köln)

Ein umweltfreundliches Pflanzenstärkungsmittel soll die natürliche Abwehr von Nutzpflanzen aktivieren und chemische Pestizide ersetzen. Ein intelligentes Hochdurchsatzverfahren identifiziert und testet wirksame biogene Naturstoffe effizient.

• AgPrime GmbH (Baesweiler)

Durch ein KI-basiertes System werden Deponiegase automatisiert und bedarfsgerecht gesteuert. Sensoren und Algorithmen analysieren Gasströme kontinuierlich, reduzieren Methanemissionen, ersetzen manuelle Prozesse und erhöhen die Energieausbeute.

• Schubert Energie- und Umwelttechnik GmbH (Bottrop)

Entwickelt wird eine Prototypenanlage zur umweltfreundlichen Herstellung von Nanomaterialien und zum Abbau giftiger, langlebiger Abfälle. Das lösungsmittelfreie mechanochemische Verfahren spart Energie, senkt Kosten und reduziert den CO₂-Ausstoß deutlich. Der industrielle Prototyp soll nachhaltige Produktion ermöglichen und regionale Wertschöpfung stärken.

• MechSyn GmbH

Durch eine Power-to-Methan-Technologie wird grüner Wasserstoff und CO₂ mithilfe von Mikroorganismen effizient in Methan umgewandelt. Eine innovative Biochar-Trägerstruktur steigert dabei die Aktivität und Stabilität der biologischen Prozesse.

• METHANICA GmbH i. G. (Steinfurt)

Ein wasserdichtes Textil aus nur einer Materiallage wird vollständig recyclingfähig entwickelt. Durch den Verzicht auf zusätzliche Schichten oder problematische Beschichtungen ist das Material leichter, langlebiger und konsequent auf Kreislauffähigkeit ausgelegt.

• Texterial GmbH (Bochum)

Entwickelt wird ein digitaler Betriebsassistent. Er analysiert Betriebsdaten von Kläranlagen, erkennt Störungen frühzeitig und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. So werden Personal entlastet sowie Energie- und Ressourceneinsatz reduziert.

• nerou GmbH (Köln)

Durch eine webbasierte Energiemanagement-Plattform werden KMU unterstützt, ihren Energieeinsatz zu visualisieren, Strom smarter zu nutzen und Flexibilitäten gezielt zu vermarkten. So werden Kosten und CO₂-Emissionen reduziert.

• Gridty GmbH (Köln)

Eine innovative Polymertechnologie bringt neue nachhaltige Kunststoffe mit verbesserten Eigenschaften für Klebstoffe, Beschichtungen und Schmierstoffe in die industrielle Anwendung. Ein technischer Demonstrator bereitet die Skalierung vor und ermöglicht die Bemusterung von Industriepartnern.

• Power2Polymers GmbH (Aachen)

Mithilfe drahtloser Sensoren überwacht die digitale Lösung die Entstehung von Methan und CO₂ im Pansen von Rindern. Die Datenanalyse ermöglicht eine optimierte Fütterung, bessere Tiergesundheit und geringere Emissionen.

• Rumen AI UG (Herdecke)

Das Vorhaben entwickelt ein dezentrales System zur nachhaltigen Nutzung von Hochvoltbatterien. Eine KI-gestützte Software entscheidet in Werkstätten vor Ort über Reparatur, Weiterverwendung oder Recycling.

• BHFM Technologies GmbH (Willich)

Entwickelt wird eine Systemarchitektur für batterielose, energieautarke Sensorknoten. Sie macht das Industrial Internet of Things nachhaltiger und wartungsarm. Die Sensoren gewinnen Energie selbst und passen Betrieb und Kommunikation automatisch an.

• Vanguard Cybernetics GmbH i. G. (Aachen)

Neuartige keramische Membranen mit innovativer Kanalstruktur ermöglichen höhere Durchsätze und bessere Trennleistung bei der CO₂-Abscheidung. Ziel ist eine wirtschaftliche Anwendung auch für kleinere Industrieunternehmen.

• Black Capture UG (haftungsbeschränkt) (Wesseling)

Kontakt

Dr. Meike Henseleit
02461 61-84089

Dr. Martin Appuhn
02461 61-84047

Aynur Evler
02461 61-84078