02.07.2026 Circular Economy, Klimaanpassung, Klima- und Naturschutz, Nachhaltigkeit, Umweltwirtschaft

Klimaanpassung.Kommunen.NRW: Die Ergebnisse der vierten Einreichungsrunde stehen fest

In der vierten Einreichungsrunde der Fördermaßnahme „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ vom 24.11.2025 bis 29.01.2026 wurden von insgesamt 42 Förderinteressierten 42 Bewerbungsskizzen eingereicht.

Bachlauf mit Pflanzen und Steinen
© Sebastian – stock.adobe.com (generiert mit KI)

Nach eingehender Bewertung durch einen unabhängigen siebenköpfigen Begutachtungsausschuss wurden 19 Beiträge über die Evaluierungs- und Auswahlergebnisse informiert und zur Antragstellung aufgefordert. Bitte beachten Sie, dass die Aufforderung zur Antragstellung keine Förderzusage ist.

Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Umwelt, Natur und Mensch

Der Aufruf „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen des Klimawandels durch Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Umwelt, Natur und Mensch zu begrenzen. Gemeinden, Städte und Kreise sollen dabei unterstützt werden, klimaresilienter zu werden. Hauptziel ist es, Akteure und Stakeholder bei der Anpassung an Klimafolgen zu fördern und Projekte umzusetzen, die die Klimaresilienz erhöhen. Thematisch offen, können Vorschläge Hitze- und Starkregenvorsorge umfassen und Synergien zwischen verschiedenen Klimaanpassungsmaßnahmen schaffen.

Die Fördermaßnahme „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ wird im Rahmen der europäischen Regionalförderung (EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027) federführend vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) umgesetzt.

Weitere Informationen zur Fördermaßnahme „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“, den Informations- und Service-Angeboten sowie zur nächsten Einreichungsrunde finden Sie auf:

Klimaanpassung.Kommunen.NRW

Die nachfolgenden Vorhaben und Skizzeneinreichenden werden aufgrund des Votums des Begutachtungsausschusses zur Antragstellung aufgefordert.

Wenn Sommer immer heißer werden und Starkregen häufiger auftritt, brauchen gerade Schulen und Kitas besseren Schutz. In Gummersbach werden an insgesamt vierzehn Bildungsstandorten gezielt Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören Sonnensegel, außenliegende Verschattungen und ein öffentlicher Trinkwasserspender. Auch Vorsorge gegen Starkregen ist durch bauliche Anpassungen geplant. So entstehen sichere und angenehmere Lernorte für Kinder und Jugendliche.

  • Stadt Gummersbach

Ein neuer Schulstandort bietet die Chance, von Anfang an klimafreundlich zu planen. In Porta Westfalica wird der Außenbereich der künftigen Schule Lerbeck neugestaltet. Versiegelte Flächen werden entfernt, damit Regenwasser wieder versickern kann, und möglichst viele bestehende Bäume bleiben erhalten. Ergänzt wird dies durch Gründächer, neue Pflanzungen und schattenspendende Elemente. Auch ein durchdachtes Regenwassermanagement ist vorgesehen. So entsteht ein Schulgelände, das resilienter gegen Hitze und Starkregen ist.

  • Stadt Porta Westfalica

Starkregen kann ganze Stadtteile überfluten – hier setzt das Projekt in Billerbeck an. Im besonders gefährdeten Gebiet Weihgarten werden mehrere Maßnahmen kombiniert, um Regenwasser besser aufzufangen, zu speichern und kontrolliert abzuleiten. Ziel ist es, Schäden durch plötzlich auftretende Wassermassen deutlich zu verringern. 

  • Stadt Billerbeck

Wie lässt sich eine Stadt gleichzeitig lebenswerter und widerstandsfähiger gegen den Klimawandel machen? Drensteinfurt zeigt es am Beispiel seines Marktplatzes und mehrerer Bildungseinrichtungen. Dort werden Dächer und Fassaden begrünt, Flächen entsiegelt und neue Möglichkeiten geschaffen, Regenwasser zu nutzen. Gleichzeitig sorgen Verschattung und Begrünung für kühlere Temperaturen im Sommer. Begleitet wird das Projekt durch Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie eine wissenschaftliche Auswertung. 

  • Stadt Drensteinfurt

Ein Spielplatz kann mehr sein als nur ein Ort zum Spielen. In Sankt Augustin wird er so umgestaltet, dass er auch bei Starkregen eine wichtige Funktion erfüllt. Die Fläche kann künftig Wasser aufnehmen und speichern, wodurch umliegende Straßen besser vor Überflutung geschützt werden. Gleichzeitig sorgen neue Begrünung und Verschattung für mehr Aufenthaltsqualität. Das Projekt verbindet damit Klimaanpassung und Freizeitnutzung auf sinnvolle Weise. 

  • Stadt Sankt Augustin

Mitten in Paderborn entsteht eine grüne Oase, die aktiv zur Klimaanpassung beiträgt. Der bisher stark versiegelte Turnplatz wird umgebaut, sodass Regenwasser künftig gespeichert und genutzt werden kann. Unterirdische Anlagen und intelligente Steuerungssysteme sorgen dafür, dass Wasser gezielt zurückgehalten wird. Oberirdisch entstehen bepflanzte Flächen, die kühlen und zur Verdunstung beitragen. Neue Bäume verbessern zusätzlich das Mikroklima. So wird der Platz deutlich lebenswerter gestaltet.

  • Stadt Paderborn

Aus einer brachliegenden Industriefläche wird in Köln ein neuer Grünraum mit vielen Funktionen. Der sogenannte Gleispark soll Hitze reduzieren, Regenwasser aufnehmen und gleichzeitig ein attraktiver Aufenthaltsort sein. Dafür werden versiegelte Flächen entfernt, neue Pflanzen gesetzt und ein Gewässer angelegt. Auch das Gelände selbst wird so modelliert, dass Wasser gezielt abfließen kann. 

  •  Stadt Köln

Verrohrte und eingeengte Bäche können bei Starkregen schnell zum Problem werden. In Borgholzhausen werden deshalb Abschnitte des Hengbergbachs und Sundernbachs wieder freigelegt und naturnah gestaltet. So kann Wasser besser abfließen und die Hochwassergefahr reduziert werden. Zusätzlich entstehen neue Grünflächen mit Bäumen und Sträuchern. Ein Regenrückhaltebecken ergänzt die Maßnahmen. Das verbessert nicht nur den Hochwasserschutz, sondern auch das lokale Klima.

  • Stadt Borgholzhausen

Im Tiergarten Kleve wird Klimaanpassung erlebbar gemacht. Die Außenanlagen des Artenschutzzentrums werden so umgestaltet, dass sie besser mit Hitze und Starkregen umgehen können. Versiegelte Flächen werden reduziert, Regenwasser gesammelt und neue Pflanzen sorgen für Schatten und Kühlung. Auch Dächer werden begrünt. Besucherinnen und Besucher können so direkt sehen, wie Klimaanpassung praktisch funktioniert.

  • Tiergarten Kleve e. V.

Ein Schulhof kann aktiv zur Klimaanpassung beitragen. In Erkrath wird die Fläche der Grundschule Millrath umfassend umgestaltet. Versiegelte Bereiche werden entfernt, neue Grünflächen angelegt und Regenwasser gezielt gespeichert. Zusätzlich entstehen Gründächer und neue Baumpflanzungen. Das sorgt für kühlere Temperaturen und mehr Aufenthaltsqualität für die Kinder.

  •  Stadt Erkrath

In Borken wird der gemeinsame Schulhof von Gesamt- und Grundschule neugestaltet. Mehr Grünflächen, neue Bäume und ein intelligenter Umgang mit Regenwasser sorgen künftig für Abkühlung und Schutz vor Überflutung. Das sogenannte Schwammstadtprinzip spielt dabei eine zentrale Rolle. Ziel ist ein Schulgelände, das Lernen, Bewegung und Klimaanpassung miteinander verbindet.

  • Stadt Borken

An heißen Tagen wird der Zugang zu Trinkwasser immer wichtiger. In Münster entstehen deshalb im gesamten Stadtgebiet neue öffentliche Trinkbrunnen, die leicht zugänglich und hygienisch sicher sind. Bestehende Anlagen werden modernisiert und an einheitliche Standards angepasst. Die Auswahl der Standorte basiert auf aktuellen Klimadaten und dem Bedarf der Bevölkerung. Begleitend informiert eine Kampagne über Hitzeschutz und die Nutzung der Brunnen. So wird die Stadt besser auf steigende Temperaturen vorbereitet.

  • Stadt Münster

Manchmal liegen Lösungen für aktuelle Probleme in der Vergangenheit. In Remscheid-Lennep wird eine alte Entwässerungsanlage wieder in Betrieb genommen, um das Hochwasserrisiko zu senken. Gleichzeitig werden die Menschen vor Ort aktiv eingebunden und über Gefahren durch Starkregen informiert. Digitale und anschauliche Darstellungen machen das Projekt verständlich. So entsteht nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch ein besseres Bewusstsein für den Umgang mit Wasser.

  • Stadt Remscheid

Auch Gebäude können helfen, Städte abzukühlen. In Lippstadt wird ein neues Parkhaus mit einer begrünten Fassade ausgestattet. Pflanzen sorgen dort für Schatten und kühlen die Umgebung durch Verdunstung. Gleichzeitig verbessert sich die Aufenthaltsqualität im angrenzenden Quartier. Die Auswahl der Pflanzen ist an die lokalen Bedingungen angepasst. So entsteht ein Bauwerk, das Funktion und Klimaanpassung miteinander verbindet.

  • Stadt Lippstadt

Mitten in Wuppertal entsteht ein Ort zum Durchatmen. Ein bisher versiegeltes Parkdeck wird entsiegelt und in eine grüne Fläche verwandelt. Neue Pflanzen, begrünte Dächer und schattenspendende Elemente sorgen für ein angenehmes Mikroklima. Gleichzeitig kann Regenwasser gespeichert werden. Besonders für Menschen aus umliegenden medizinischen Einrichtungen bietet der neue Ort mehr Lebensqualität und Erholung im Alltag.

  • DRK Schwesternschaft Wuppertal e. V.

Wie kann ein Schulgelände gleichzeitig kühlen, Wasser speichern und Natur erlebbar machen? In Lindlar wird genau das umgesetzt. Durch Entsiegelung und Begrünung entstehen Flächen, die Hitze reduzieren und Regenwasser aufnehmen. Ein sogenannter Tiny Forest – ein kleiner, dichter Wald – schafft zusätzlich ein eigenes Mikroklima. Verschiedene Bereiche bieten unterschiedliche Nutzungen und sorgen für ein angenehmes Umfeld für Kinder und Lehrkräfte.

  • Gemeinde Lindlar

Ein zentraler Platz kann viel mehr sein als nur Verkehrsfläche. In Bielefeld wird der Ostmarkt so umgestaltet, dass er grüner, kühler und vielseitiger nutzbar wird. Versiegelte Flächen werden reduziert, neue Bäume gepflanzt und Regenwasser gezielt genutzt. Eine Mobilitätsstation ergänzt das Angebot. Durch ein intelligentes Bewässerungssystem wird das Wasser effizient eingesetzt. So entsteht ein Ort, der sowohl dem Klima als auch den Menschen zugutekommt.

  • Stadt Bielefeld

Ein Schulhof, der Schatten spendet und Wasser speichert, wird immer wichtiger. In Schwerte wird die Fläche der Grundschule Ergste deshalb Schritt für Schritt umgebaut. Zunächst werden versiegelte Flächen entfernt, damit der Boden wieder Wasser aufnehmen kann. Anschließend werden neue Bäume gepflanzt, die langfristig natürlichen Schatten bieten. 

  • Stadt Schwerte

Gerade Kinder brauchen Schutz vor intensiver Sonne. In Moers werden die Außenbereiche von Kitas, Offenen Ganztagsschulen und weiteren Einrichtungen gezielt beschattet. Markisen und neu gepflanzte Bäume sorgen dafür, dass sich die Flächen auch an heißen Tagen sicher nutzen lassen. Gleichzeitig wird die Belastung durch UV-Strahlung reduziert. 

  • Stadt Moers

Kontakt

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Daniela Haas
Peter Funken