10.07.2026 Abgelaufen, Produktives.NRW, Strukturwandel
Produktives.NRW: Die Ergebnisse der vierten Einreichungsrunde stehen fest
In der vierten Einreichungsrunde der Fördermaßnahme „Produktives.NRW – Kritische Technologien für Nordrhein-Westfalen“ (05.02. bis 31.03.2026) wurden nach eingehender Bewertung durch einen unabhängigen Begutachtungsausschuss 9 Beiträge über die Evaluierungs- und Auswahlergebnisse informiert und zur Antragstellung aufgefordert.
Nach eingehender Bewertung durch einen unabhängigen Begutachtungsausschuss wurden 9 Beiträge über die Evaluierungs- und Auswahlergebnisse informiert und zur Antragstellung aufgefordert. Bitte beachten Sie, dass die Aufforderung zur Antragstellung keine Förderzusage ist.
Produktives.NRW – Kritische Technologien für Nordrhein-Westfalen: Chancen für Ressourcenschutz und Wirtschaft in NRW
Der Förderaufruf "Produktives.NRW – Kritische Technologien für Nordrhein-Westfalen" unterstützt Unternehmen bei Ansiedlung, Erweiterung und Investition in Schlüsseltechnologien in NRW. Ziel ist es, die Entwicklung und Produktion digitaler, umweltschonender, ressourceneffizienter und biotechnologischer Innovationen voranzutreiben. Diese sollen den EU-Binnenmarkt stärken, strategische Abhängigkeiten reduzieren und das wirtschaftliche Potenzial der Region heben. Die Förderung richtet sich an kleine, mittlere und große Unternehmen im Rheinischen Revier sowie im nördlichen Ruhrgebiet und ist Teil der europäischen Regionalförderung bzw. dem Programmpunkt „Resiliente Kohleregionen“. Sie zielt darauf ab, die Regionen auf die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Übergangs zu einer klimaneutralen Wirtschaft vorzubereiten. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Förderrichtlinie "Produktive Investitionen in kritische Technologien (RL ProdInv)".
Die Fördermaßnahme „Produktives.NRW – Kritische Technologien für Nordrhein-Westfalen“ wird im Zuge der europäischen Regionalförderung (EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027) federführend vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE) umgesetzt.
Weitere Informationen zur Fördermaßnahme „Produktives.NRW – Kritische Technologien für Nordrhein-Westfalen“, den Informations- und Service-Angeboten sowie zur nächsten Einreichungsrunde finden Sie auf:
Produktives.NRW – Kritische Technologien für Nordrhein-Westfalen
Die nachfolgenden Vorhaben und Skizzeneinreichenden werden aufgrund des Votums des Begutachtungsausschusses zur Antragstellung aufgefordert. Bitte beachten Sie, dass die Aufforderung zur Antragstellung keine Förderzusage ist.
In Baesweiler soll eine Produktionsanlage für ein neuartiges Beschichtungsverfahren aufgebaut werden. Dabei werden spezielle Matten hergestellt, die auf die Oberflächen von Bauteilen aufgebracht und durch Wärme in eine widerstandsfähige metallische Beschichtung umgewandelt werden. Das Verfahren reduziert Materialverluste und setzt auf in Europa verfügbare Werkstoffe. Die Technologie bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten, unter anderem in der Agrarwirtschaft, der Windenergie, der Schifffahrt und in der Transport- und Energietechnik.
Projektpartner: Euromat GmbH
Die erste industriell betriebene Anlage zur CO₂-Mineralisierung in Deutschland soll in Marl entstehen. Dabei wird Kohlendioxid aus Industrieemissionen und der Umgebungsluft genutzt, um industrielle Nebenprodukte in klimafreundliche Ersatzstoffe für die Zementherstellung umzuwandeln. So wird CO₂ dauerhaft gebunden und die Herstellung nachhaltiger Baustoffe ermöglicht.
Projektpartner: Co-reactive GmbH
In der geplanten Anlage im Chempark Dormagen soll Kunststoff aus gemischten industriellen Abfallströmen und Altfahrzeugen energieeffizient recycelt und zu einem hochwertigen Grundstoff für die Kunststoffherstellung aufbereitet werden. Dadurch können fossile Rohstoffe ersetzt, CO₂-Emissionen deutlich reduziert und Wertstoffe im Kreislauf gehalten werden. Mit dem Projekt CircuLactam wird diese innovative Recyclingtechnologie erstmals im industriellen Maßstab umgesetzt und kann einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft leisten.
Projektpartner: SECARA GmbH
Aus organischen Reststoffen mit erneuerbarem Strom klimafreundliche synthetische Kraftstoffe herstellen – das ist das Ziel des Projekts DAWN Extension. Dafür wird eine industrielle Demonstrationsanlage im Brainergy Park Jülich errichtet. Perspektivisch sollen nachhaltige synthetischer Treibstoffe für die Luftfahrt mithilfe von Solarenergie produziert werden. Das Vorhaben leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Flugverkehrs.
Projektpartner: Synhelion Germany GmbH
In Pulheim ist eine moderne Infrastruktur für die Serienmontage von Produktionsanlagen zur Batteriezellfertigung geplant. Kern des Vorhabens ist ein neuartiges, modular aufgebautes Maschinenkonzept, das flexibel an unterschiedliche Technologien angepasst werden kann. Ergänzt wird es durch Test- und Produktionsbereiche, die kontrollierte, zuverlässige Bedingungen für die Fertigung von Batteriezellen ermöglichen.
Projektpartner: MANUGY GmbH
Mit dem Projekt der Oellers-Immex GmbH & Co. KG wird eine biobasierte Produktionslinie für den Korrosionsschutz im industriellen Maßstab umgesetzt. Dabei werden herkömmliche Beschichtungssysteme durch eine umweltfreundlichere Alternative ersetzt. Das Vorhaben stärkt die ressourcenschonende und nachhaltige Industrieproduktion.
Projektpartner: Oellers-Immex GmbH & Co. KG
Mit dem Projekt FibreCoat soll in Aachen eine industrielle Produktionsanlage für polymerbeschichtete Endlosfasern entstehen. Solche Fasern dienen als wichtiger Ausgangsstoff für leichte und zugleich stabile Bauteile. Sie kommen unter anderem in der Mobilitätsbranche und im Bauwesen zum Einsatz. Beim Projekt FibreCoat werden Glas- oder Basaltfasern bei der Herstellung direkt mit einer Kunststoffschicht versehen. So lassen sich weitere Verarbeitungsschritte verkürzen oder ganz vermieden. Das reduziert Materialverluste und spart Energie.
Projektpartner: FibreCoat GmbH
Die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus Klärschlammhat sich das Projekt UrbanSi zum Ziel gesetzt. Im Chempark Dormagen soll eine industrielle Demonstrationsanlage entstehen, in der aus den festen Rückständen von Klärschlamm Silizium- und Eisenverbindungen für die industrielle Nutzung aufbereitet werden. Die Rohstoffe finden unter anderem in der Glasfaser- und Halbleiterproduktion Verwendung. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft und zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen.
Projektpartner: NewCo/Lanxess
Die Cyclize GmbH beabsichtigt den Bau einer voll elektrifizierten Anlage, mit der schwer verwertbare Abfälle und CO₂ mithilfe eines neuartigen Plasma-Verfahrens in zirkuläres Synthesegas umgewandelt werden - ein wertvoller Rohstoff für die chemische Industrie. Durch die Einbindung in bestehende Industrieprozesse können Ressourcen effizienter genutzt und Kohlenstoffkreisläufe geschlossen werden. Das Vorhaben leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Chemieindustrie und zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen.
Projektpartner: Cyclize GmbH